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Unser Forschungsvorhaben

Logo Nachwuchsforschungsgruppe Hans-Böckler-StiftungIm Sommer 2015 haben sich die strukturellen Probleme der nur europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik verdichtet und dominieren seitdem in vielen EU-Mitgliedstaaten die politischen Debatten. Die gleichzeitige Krisenhaftigkeit und Stabilität der europäischen Migrationspolitik hat gravierende Folgen für die humanitäre Lage Hunderttausender Geflüchteter als auch für die demokratische und wohlfahrtsstaatliche Verhasstheit der EU-Mitgliedsstaaten. Dieser Widerspruch drückt sich auch in den aktuellen politischen Konsequenzen aus: Auf der einen Seite führen Renationalisierungstendenzen zu neuen Grenzziehungen in Europa, auf der anderen Seite wird durch die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) eine vertiefte Integration und eine verstärkte Abschottung der EU nach außen durch die Europäische Kommission angestrebt. 

Die Forschungsgruppe leistet vor diesem Hintergrund eine multiperspektivische Analyse der politischen Prozesse und Strategien: Sie untersucht die Kämpfe um die Flüchtlings- und Migrationspolitik in der EU seit dem sogenannten „Sommer der Migration 2015“, wie auch die politischen und gesellschaftlichen Akteure. Das Projekt hat dabei drei Schwerpunkte:

  • Die Rechtskämpfe der Geflüchteten an den EU-Außengrenzen und innerhalb der nationalstaatlichen Asylsysteme.
  • Die Widersprüchlichkeit der Integrationspolitiken, die durch selektive Exklusionen und Inklusionen geprägt sind.
  • Die Rolle der Gewerkschaften und damit einhergehend die untrennbare Verknüpfung der Flüchtlingspolitik mit der sozialen Frage und den Perspektiven europäischer Solidarität.
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